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      04.11.2026

      3 min

      Kilchoman Genesis Stage 5: Zwei Hefen, zwei Fässer, nur für Deutschland

      Die Flasche Kilchoman Genesis Fermenting Stage 5 auf einer Werkbank im Gärraum, dahinter Edelstahltanks mit aufsteigendem Hefeschaum

      Kilchoman Genesis Stage 5: Zwei Hefen, zwei Fässer, nur für Deutschland

      Die Tage 29 bis 33

      Mit Genesis erzählt Kilchoman in limitierten Abfüllungen die 1.130 Tage lange Reise von der Gerste bis zur Flasche. Auf Harvest, Malting, Peating und Mashing folgt nun der Kilchoman Genesis Fermenting Stage 5. Er steht für die Tage 29 bis 33, in denen die Hefe aus der süßen Würze Alkohol macht.

      Die Eckdaten: 49,8 % Vol. in natürlicher Fassstärke, 70 cl, nicht kühlgefiltert, ohne zugesetzte Farbe, keine Altersangabe und laut Etikett 2.200 Flaschen. Die Abfüllung erscheint nur für den deutschen Markt, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 75 Euro.

      Zwei Hefen, zwei Fässer

      60 % des Whiskys reiften in Ex-Bourbon-Fässern und stammen aus einer Fermentation mit Trockenhefe, die bei Kilchoman selten ist. Die übrigen 40 % reiften in Tawny-Portweinfässern und stammen aus einer Charge mit frischer Presshefe. Der deutsche Importeur spricht von einer erstmals erprobten Hefekombination.

      Bei der Gerste bleibt Genesis seiner Linie treu und gehört damit zu den wenigen Kilchoman-Abfüllungen, die zwei Sorten verbinden: Rockside-Gerste von der eigenen Farm mit 20 ppm und Gerste mit 50 ppm, getorft von Port Ellen Maltings.

      Warum Hefe mehr ist als ein Hilfsmittel

      Kilchoman fermentiert 90 Stunden und damit nach eigenen Angaben länger als jede andere Brennerei auf Islay, wo der Schnitt bei 50 bis 60 Stunden liegt. In dieser Zeit bilden sich komplexe Ester und Milchsäure, die laut Brennerei cremige, buttrige und besonders fruchtige Noten bringen.

      Hefe gibt es flüssig, gepresst oder getrocknet. Flüssighefe ist laut Kilchoman am weitesten verbreitet, Trockenhefe hält sich jahrelang und liegt in Brennereien oft nur für den Notfall bereit. Dass sie hier einen eigenen Teil des Whiskys prägt, macht diese Abfüllung für uns besonders reizvoll.

      Was sich im Glas trennen lässt

      Ein sauberer Hefevergleich ist dieser Whisky allerdings nicht, denn Hefe und Fass sind gekoppelt: Die Trockenhefe steckt nur im Bourbonfass-Anteil, die Presshefe nur im Portfass-Anteil. Aus unserer Sicht lässt sich im Glas daher kaum sagen, was von der Hefe kommt und was vom Fass, zumal Tawny Port selbst viel Frucht und Süße mitbringt.

      Der Importeur ist da zuversichtlicher: Er beschreibt eine elegant fruchtige Komposition, die den Einfluss der Hefetypen auf den rauchigen Charakter erlebbar mache, mit intensiver Fruchtsüße durch den Tawny Port. Verkostungsnotizen für Nase, Gaumen und Abgang wurden nicht veröffentlicht.

      Die kleinste Auflage der Reihe

      Für Sammler sind zwei Zahlen interessant. Mit 2.200 Flaschen ist Stage 5 die bisher kleinste Genesis-Auflage: Die ersten vier Stufen kamen auf 3.600, 4.200, 3.600 und 3.000 Flaschen. Und mit 49,8 % Vol. ist er auch die stärkste Abfüllung, nach 48,6, 49,2, 49,4 und 49,1 %.

      Ein Blick auf das Etikett lohnt sich ebenfalls. Es zeigt die Reise in acht Symbolen, und hinter der Fermentation stehen noch Brennblase, Fass und Flasche. Das spricht aus unserer Sicht dafür, dass die Reihe weitergeht, eine Ankündigung haben wir aber nicht gefunden. Der Kilchoman Genesis Fermenting Stage 5 hat wie die vier früheren Stufen eine eigene Seite auf Spiritory, auf der sich Gebote abgeben lassen.

      Häufig gestellte Fragen

      Was ist der Kilchoman Genesis Fermenting Stage 5?

      Die fünfte Abfüllung der Genesis-Reihe, die die Whiskyherstellung bei Kilchoman Schritt für Schritt erzählt. Sie widmet sich der Fermentation an den Tagen 29 bis 33 und hat 49,8 % Vol.

      Welche Fässer und Hefen wurden verwendet?

      60 % reiften in Ex-Bourbon-Fässern und stammen aus einer Fermentation mit Trockenhefe, 40 % reiften in Tawny-Portweinfässern und stammen aus einer Charge mit Presshefe.

      Wie viele Flaschen gibt es und was kostet er?

      Laut Etikett gibt es 2.200 Flaschen, nur für den deutschen Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 75 Euro.

      Wie schmeckt er?

      Offizielle Notizen für Nase, Gaumen und Abgang gibt es nicht. Der Importeur beschreibt ihn als elegant und fruchtig, mit intensiver Fruchtsüße durch den Tawny Port und dem rauchigen Charakter von Kilchoman.


      Über den Autor

      Spiritory Team

      Spiritory Team

      Spiritory is a team of dedicated Whisky, Rum and Spirits Enthusiast. Our passion for the product, craftmanship and art of producing the finest spirits in the world will be represented in every article we write on our blog-page. Our goal is to produce content which is interesting to read and for a broad base of consumers, enthusiasts, investors and collectors.