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      Wie sind die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland gestiegen, während die nach Frankreich sanken?

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      Die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland sind 2025 gestiegen, die nach Frankreich gesunken. Laut den Exportzahlen der Scotch Whisky Association wuchsen die Exporte nach Deutschland im Wert um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund und im Volumen um 5,8 Prozent auf umgerechnet 59 Millionen 70-cl-Flaschen, während die Exporte nach Frankreich, dem größten Markt der EU, im Wert um 3,6 Prozent und im Volumen um 14 Prozent zurückgingen. Die Handelsstatistik von HMRC zeigt, dass das zusätzliche Volumen für Deutschland von unabgefülltem Blended Scotch stammt und dass Deutschland nicht der am schnellsten wachsende Scotch-Markt der EU war.
      Wie sind die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland gestiegen, während die nach Frankreich sanken?

      Wie sind die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland gestiegen, während die nach Frankreich sanken?

      Das Wichtigste in Kürze

      • Laut den Exportzahlen der Scotch Whisky Association für 2025 stiegen die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland im Wert um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund und im Volumen um 5,8 Prozent auf umgerechnet 59 Millionen 70-cl-Flaschen.

      • Die Exporte nach Frankreich, dem nach Wert und Volumen größten Scotch-Markt der EU, sanken um 3,6 Prozent auf 404 Millionen Pfund und um 14 Prozent auf 152 Millionen Flaschenäquivalente. Die Exporte in die EU insgesamt gingen im Wert um 1,8 Prozent und im Volumen um 9 Prozent zurück.

      • Deutschland war nicht der am schnellsten wachsende Scotch-Markt der EU: Spanien wuchs im Wert stärker, und die Handelsstatistik von HMRC zeigt kleinere Märkte wie Tschechien und Lettland, die bei Wert und Volumen schneller wuchsen.

      • Unter den EU-Ländern in den Top-Ten-Listen der SWA war Deutschland das einzige, dessen Exporte bei Wert und Volumen wuchsen, und es zog beim Volumen an Spanien vorbei auf Platz zwei in der EU.

      • Die HMRC-Zahlen nach Warennummern zeigen, dass das zusätzliche Volumen für Deutschland von unabgefülltem Blended Scotch stammt, während die Mengen an Blended Scotch in Behältnissen bis zwei Liter und an Single Malt zurückgingen.

      • Der durchschnittliche Exportwert je Flaschenäquivalent lag für Deutschland 2025 bei rund 3,00 Pfund und damit etwa 1 Prozent unter dem Wert von 2024; das Wachstum kam also nicht aus einem höheren Wert je Flasche.

      Was die Exportzahlen für 2025 zeigen

      Die Scotch Whisky Association (SWA) hat ihre Exportzahlen für 2025 am 12. Februar 2026 veröffentlicht, mit dem Hinweis, dass sie nach der Exportveröffentlichung von HMRC, der britischen Finanzverwaltung, die auch für den Zoll zuständig ist, und aktualisierten Zahlen im März 2026 überarbeitet wurden. Die SWA weist zwei Kennzahlen aus: den Exportwert in britischen Pfund und das Exportvolumen in Flaschenäquivalenten mit je 70 cl und 40 % vol.

      Die EU insgesamt

      Laut SWA bleibt die EU nach Volumen der größte regionale Markt für Scotch Whisky und hat 2025 auch beim Wert die Spitzenposition zurückerobert. Die Exporte in die EU erreichten 1,5 Milliarden Pfund, 1,8 Prozent weniger als 2024, und umgerechnet 444 Millionen Flaschen, 9 Prozent weniger.

      Frankreich: weiter vorn, aber mit Rückgang

      Frankreich ist nach Wert und Volumen der größte Scotch-Markt der EU und bei beiden Kennzahlen weltweit die Nummer zwei, beim Wert hinter den USA und beim Volumen hinter Indien. 2025 erreichten die Exporte nach Frankreich 404 Millionen Pfund, ein Minus von 3,6 Prozent, und umgerechnet 152 Millionen Flaschen, ein Minus von 14 Prozent.

      Deutschland: Wachstum bei beiden Kennzahlen

      Die Exporte nach Deutschland stiegen im Wert um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund und im Volumen um 5,8 Prozent auf umgerechnet 59 Millionen Flaschen, nach 169 Millionen Pfund und 56 Millionen Flaschen im Jahr 2024. Damit lag Deutschland beim Wert in der EU auf Platz drei und weltweit auf Platz acht, beim Volumen in der EU auf Platz zwei und weltweit auf Platz vier, hinter Indien, Frankreich und den USA. Da das spanische Volumen um 8,4 Prozent auf 54 Millionen Flaschen sank, zog Deutschland beim Volumen an Spanien vorbei, während Spanien beim Wert mit 208 Millionen Pfund und einem Plus von 6 Prozent vorn blieb.

      War Deutschland der am schnellsten wachsende Markt der EU?

      Nein. Beim Wert wuchs Spanien stärker als Deutschland, um 6 Prozent gegenüber 4,6 Prozent. Beim Volumen war Deutschland das einzige EU-Land unter den Top Ten der SWA, das wuchs, denn Frankreich, Spanien und Polen gingen zurück; die SWA nennt allerdings nur die größten Märkte. Die Außenhandelsstatistik von HMRC erfasst alle Bestimmungsländer und zeigt, dass Tschechien, Lettland, Litauen und Zypern, allesamt kleinere Märkte, 2025 bei Wert und Volumen schneller wuchsen als Deutschland. Was Deutschland für sich beanspruchen kann, ist enger gefasst: Unter den EU-Ländern in den Top-Ten-Listen der SWA war es das einzige, das bei beiden Kennzahlen wuchs.

      Tipp: Prüfen Sie vor einem Vergleich von Märkten, ob sich eine Zahl auf den Wert oder das Volumen bezieht. Beide Kennzahlen können sich gegenläufig entwickeln: 2025 stiegen die Scotch-Exporte nach Spanien im Wert um 6 Prozent, sanken aber im Volumen um 8,4 Prozent. Welcher Markt am schnellsten wuchs, hängt daher von der Kennzahl ab.

      Woher das deutsche Wachstum kommt

      In ihrer Veröffentlichung für 2025 schlüsselt die SWA die Exporte vor allem auf globaler Ebene nach Kategorien auf. Die Handelsstatistik von HMRC teilt die Exporte in jedes Land dagegen nach Warennummern auf: Sie unterscheidet Single Malt, Blended Malt, Grain Scotch und Blended Scotch sowie, außer bei Single Malt, Behältnisse mit bis zu zwei Litern von größeren. Umgerechnet in Flaschen mit 70 cl und 40 % vol. stimmen die HMRC-Zahlen für Deutschland mit den Gesamtwerten der SWA überein.

      Unabgefüllter Blended Scotch

      Blended Scotch, der in Behältnissen mit mehr als zwei Litern nach Deutschland ging, also in der Position, in der unabgefüllte Lieferungen erfasst werden, stieg von umgerechnet rund 5 Millionen Flaschen im Jahr 2024 auf rund 12 Millionen im Jahr 2025. Dieser Zuwachs von rund 7 Millionen war mehr als doppelt so groß wie das gesamte deutsche Plus von rund 3 Millionen Flaschenäquivalenten. Ohne diese Kategorie sank das Volumen der Scotch-Exporte nach Deutschland um rund 8 Prozent.

      Abgefüllte Blends und Single Malt

      Blended Scotch in Behältnissen bis zwei Liter, die Kategorie, zu der die üblichen Flaschen gehören, blieb mit rund 36 Millionen Flaschenäquivalenten die größte nach Volumen, lag aber rund 8 Prozent unter 2024. Das Volumen an Single Malt sank um rund 10 Prozent auf rund 7 Millionen Flaschenäquivalente, während sein Wert um rund 2 Prozent auf 83,5 Millionen Pfund stieg. Nach Wert war Single Malt die größte Kategorie, mit knapp der Hälfte aller Scotch-Exporte nach Deutschland.

      Ein etwas niedrigerer Durchschnittswert

      Weil das Volumen stärker wuchs als der Wert, sank der durchschnittliche Exportwert je Flaschenäquivalent für Deutschland um rund 1 Prozent auf rund 3,00 Pfund, gegenüber rund 3,85 Pfund für Spanien und einem weltweiten Durchschnitt von rund 4 Pfund. Unabgefüllte Lieferungen drücken diesen Durchschnitt: Der unabgefüllte Blended Scotch für Deutschland kam 2025 auf durchschnittlich rund 0,75 Pfund je Flaschenäquivalent, Blended Scotch in Behältnissen bis zwei Liter auf rund 2 Pfund. Das Wachstum kam aus mehr Volumen zu einem etwas niedrigeren Durchschnittswert, nicht aus einem höheren Wert je Flasche.

      Was sich in Frankreich verändert hat

      Frankreich blieb 2025 der größte Scotch-Markt der EU, doch beide Kennzahlen gingen zurück: der Wert um 3,6 Prozent und das Volumen um 14 Prozent.

      Rückgang in den wichtigsten Kategorien

      Die HMRC-Zahlen nach Warennummern zeigen, dass sich der Rückgang auf die wichtigsten Kategorien verteilte. Das Volumen an Blended Scotch für Frankreich sank um rund ein Fünftel, sowohl in Behältnissen bis zwei Liter als auch unabgefüllt, das Volumen an Single Malt um rund 16 Prozent. Die SWA selbst nennt Frankreich unter den Märkten, in denen die Exporte von Single Malt im Wert zurückgingen, und zwar um 13 Prozent.

      Der Wert sank weniger als das Volumen

      Weil der Wert deutlich weniger sank als das Volumen, stieg der durchschnittliche Exportwert je Flaschenäquivalent für Frankreich um rund 12 Prozent auf rund 2,66 Pfund, blieb aber unter dem deutschen Wert. Zugleich lag Frankreich bei beiden Kennzahlen weiter klar vor Deutschland: Seine 152 Millionen Flaschenäquivalente sind mehr als das Zweieinhalbfache der deutschen Menge, seine 404 Millionen Pfund mehr als das Doppelte der deutschen 177 Millionen.

      Was die Zahlen nicht zeigen

      Lieferungen sind nicht gleich Verbrauch

      Exportstatistiken erfassen das Land, in das eine Sendung geht. Innerhalb des Binnenmarkts der EU können Waren ohne Zölle und ohne Zollanmeldung in einen anderen Mitgliedstaat weitergehen, auch wenn die Regeln für Verbrauchsteuern weiter gelten, und das Land, das eine unabgefüllte Lieferung erhält, ist nicht unbedingt das Land, in dem der Whisky später abgefüllt oder verkauft wird. Die Zahlen zeigen, dass 2025 mehr Scotch nach Deutschland geliefert wurde, nicht, dass dort mehr getrunken wurde.

      Die Zahlen nennen keine Ursachen

      Handelsstatistiken erfassen, was geliefert wurde, nicht warum. Die Veröffentlichung der SWA nennt keine Gründe für die Veränderungen in einzelnen EU-Märkten; für die Scotch-Exporte insgesamt sieht sie in den Verschiebungen zwischen den Kategorien Anzeichen für einen weltweiten Rückgang der Konsumausgaben für Premiumprodukte, bei einem Minus von 6 Prozent im Wert für Single Malt. Ein einzelnes Jahr ist zudem eine schmale Grundlage für Schlüsse: Beim Volumen hat sich die Reihenfolge von Deutschland und Spanien zwischen 2024 und 2025 umgekehrt.

      Vom Exportwert zu den Preisen in Deutschland

      Exportwerte zeigen, was Scotch bei der Ausfuhr wert ist. Eine Flasche im deutschen Handel enthält zusätzlich Transportkosten, Handelsspannen und deutsche Steuern.

      Zoll

      Reguläre Handelseinfuhren von Scotch sind zollfrei: Der reguläre Zollsatz der EU für Whisky beträgt 0 Prozent, wie schon bevor 2021 das Abkommen über Handel und Zusammenarbeit zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich angewendet wurde. Für kleine Onlinebestellungen, die von außerhalb der EU verschickt werden, können eigene Regeln gelten.

      Alkoholsteuer und Mehrwertsteuer

      Deutschland erhebt auf Spirituosen Alkoholsteuer zum Regelsatz von 1.303 Euro je Hektoliter reinen Alkohols, festgelegt in § 2 des Alkoholsteuergesetzes; für eine Flasche mit 70 cl und 40 % vol. sind das rund 3,65 Euro. Hinzu kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer, berechnet auf einen Betrag, der die Alkoholsteuer einschließt. Steuersätze können sich ändern, prüfen Sie daher die aktuellen Werte auf der Website des deutschen Zolls, zoll.de.

      Tipp: Aktuelle Zahlen finden Sie direkt bei den Quellen. Die SWA veröffentlicht ihre Exportzahlen einschließlich der zehn größten Märkte nach Wert und nach Volumen auf scotch-whisky.org.uk, und HMRC veröffentlicht monatlich die britische Außenhandelsstatistik nach Ländern und Warennummern auf uktradeinfo.com.

      FAQ

      War Deutschland 2025 der am schnellsten wachsende Scotch-Whisky-Markt der EU?

      Nein. Spanien wuchs im Wert stärker, um 6 Prozent gegenüber 4,6 Prozent in Deutschland, und die Handelsstatistik von HMRC zeigt kleinere EU-Märkte wie Tschechien und Lettland, die bei Wert und Volumen schneller wuchsen. Unter den EU-Ländern in den Top-Ten-Listen der Scotch Whisky Association war Deutschland das einzige, das bei beiden Kennzahlen wuchs.

      Wie stark sind die Scotch-Whisky-Exporte nach Deutschland 2025 gewachsen?

      Laut SWA stiegen die Exporte nach Deutschland im Wert um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund und im Volumen um 5,8 Prozent auf umgerechnet 59 Millionen 70-cl-Flaschen. Im selben Zeitraum sanken die Exporte in die EU im Wert um 1,8 Prozent und im Volumen um 9 Prozent.

      Ist Deutschland der größte Scotch-Whisky-Markt der EU?

      Nein. Der größte Scotch-Markt der EU ist Frankreich, nach Wert wie nach Volumen, und bei beiden Kennzahlen auch weltweit die Nummer zwei, beim Wert hinter den USA und beim Volumen hinter Indien. Deutschland lag 2025 in der EU beim Wert auf Platz drei, hinter Frankreich und Spanien, und beim Volumen auf Platz zwei, hinter Frankreich.

      Warum sind die Scotch-Whisky-Exporte nach Frankreich 2025 gesunken?

      Die SWA nennt keinen eigenen Grund für Frankreich. Ihre Zahlen zeigen für Frankreich ein Minus von 3,6 Prozent im Wert und von 14 Prozent im Volumen, bei Single Malt ein Minus von 13 Prozent im Wert, und die HMRC-Zahlen zeigen sinkende Mengen in den wichtigsten Kategorien, darunter Blended Scotch in Behältnissen bis zwei Liter wie auch unabgefüllt.

      Kann ich Scotch Whisky über Spiritory kaufen und verkaufen?

      Ja. Spiritory ist ein Marktplatz für Spirituosen mit Sitz in München, der mit Kaufgeboten und Verkaufsangeboten arbeitet und innerhalb der EU versendet.


      Über den Autor

      Christopher Deutsch

      Christopher Deutsch

      I drink and collect with intention, drawn to the sherried depth of Dalmore and the balance of Yamazaki.

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