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10 Cocktails für Halloween: vom Weiß eines Geistes zum Schwarz der Nacht
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10 Cocktails für Halloween: vom Weiß eines Geistes zum Schwarz der Nacht
Cocktails mit einem unheimlichen Namen oder einer sehr dunklen Farbe passen am besten zu Halloween, vom Corpse Reviver No. 2, dem Death in the Afternoon und dem Zombie bis zum Obituary, zum Witches' Cauldron und zum Black Manhattan. Eine gute Auswahl reicht von hell bis dunkel, beginnt mit dem blassen, zitrusfrischen Corpse Reviver No. 2 und endet mit fast schwarzen Drinks wie dem Black Manhattan, der den süßen Wermut durch den Amaro Averna ersetzt. Dazwischen stehen der Obituary, eine Variante des Martini aus Gin, trockenem Wermut und Absinth, und der Witches' Cauldron, zubereitet mit Strega, einem italienischen Likör, dessen Name Hexe bedeutet.
Halloween ist einer jener Momente im Jahr, in denen ein Cocktail mehr sein kann als nur eine Kombination aus Alkohol, Eis und ein paar Zutaten. Farbe, Name, Präsentation und die Geschichte, die man beim ersten Schluck erzählen kann, spielen alle eine Rolle. Statt einer weiteren Liste von Drinks mit einer Plastikspinne am Glasrand lohnt es sich daher, Cocktails zu wählen, die von sich aus etwas Unheimliches haben.
Unter den Klassikern finden wir Leichen, Zombies, Teufel, Hexen, Schwarze Witwen und sogar einen Nachruf. Es gibt auch Drinks, die gar keinen düsteren Namen brauchen: Ihre fast schwarze Farbe oder ihr blutroter Ton genügen. Nachfolgend zehn Vorschläge, geordnet vom hellsten zum dunkelsten, sodass sich die Auswahl selbst von unschuldigem Anschein zu einem wirklich dunklen Finale bewegt. Viele davon tauchen auch in aktuellen Halloweenauswahlen von Difford's Guide und anderen zeitgenössischen Barquellen auf.
1. Corpse Reviver No. 2: etwas, das tot hätte bleiben sollen
Wir beginnen unschuldig, zumindest der Farbe nach zu urteilen. Der Corpse Reviver No. 2 ist hell, zitrusfrisch und elegant. Das Problem zeigt sich erst, wenn man den Namen liest. „Corpse Reviver“ ist einer der natürlichsten Kandidaten für eine Halloweenkarte.
Das klassische Rezept kombiniert Gin, Cointreau, Lillet Blanc oder Cocchi Americano und frischen Zitronensaft, während das Glas mit Absinth ausgespült wird. Diese Kombination macht den Drink zugleich frisch, trocken, zitrusbetont und leicht kräuterig. Der Cocktail hat eine lange Geschichte, und sein Rezept wurde von Harry Craddock in The Savoy Cocktail Book bekannt gemacht.
Auch der Name ist kein Zufall: Die Familie der Corpse Reviver entstand als eine Gruppe von Cocktails, denen man nachsagte, sie könnten einen nach einer schweren Nacht „wieder zum Leben erwecken“. Für Halloween lässt sich kaum ein passenderer Auftakt für den Abend finden.
2. Death in the Afternoon: der Tod im Glas
Der nächste Drink bleibt hell in der Farbe, doch sein Name ist deutlich weniger freundlich. Der Death in the Afternoon verbindet Absinth mit trockenem Schaumwein und ergibt einen leicht trüben, blassgrünlichen Cocktail.
Der Name stammt aus dem Buch von Ernest Hemingway und passt erstaunlich gut zum Drink. Der Absinth bringt einen intensiv kräuterigen, anisartigen Charakter mit, während der Schaumwein dem Cocktail eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Er ist ein Vorschlag für alle, die Halloween eher als eleganten Abend mit einem Hauch von Dekadenz denn als Kostümparty verstehen wollen.
Auf dem Tisch wirkt er harmlos genug. Sein Name enthält jedoch das Wort „Tod“, und im Glas ist Absinth. Manchmal reicht das.
3. Zombie: eine tropische Apokalypse
Die Farbe wird intensiver. Der Zombie ist einer der bekanntesten Tikicocktails und zugleich eine der naheliegendsten Wahlen für Halloween.
Das klassische Rezept vereint verschiedene Rumsorten, darunter auch hochprozentige, dazu Falernum, Pernod oder Absinth, Saft von Ananas, Limette und Grapefruit sowie Grenadine. Das Ergebnis ist ein fruchtiger, tropischer Drink von beachtlicher Intensität.
Der Zombie ist teils deshalb interessant, weil sein Ruf fast so stark ist wie sein Name. Dank der Früchte und Gewürze kann er täuschend harmlos schmecken, sollte aber keinesfalls wie ein gewöhnlicher Rumpunsch behandelt werden.
Am besten serviert man ihn in einem hohen Tikiglas, mit viel Eis und einer auffälligen Garnitur. Dann ist „Zombie“ nicht mehr nur ein Name, sondern eine vollwertige Figur auf dem Halloweentisch.
4. Blood & Sand: der erste Schluck sieht aus wie Blut
War der vorige Drink ein tropischer Zombie, führt uns der Blood & Sand in eine viel klassischere Welt, die des Whiskys.
Der Cocktail kombiniert Scotch Whisky, süßen Wermut, Kirschlikör und Orangensaft. Das Ergebnis ist rötlich orange, und der Name „Blood and Sand“ verleiht ihm sofort einen angemessen düsteren Charakter. Er ist einer der wenigen klassischen Cocktails, die Scotch Whisky in einer so fruchtbetonten Konstruktion verwenden.
In einer Halloweenauswahl funktioniert er auf zwei Ebenen. Erstens sieht er aus wie etwas, das wir lieber nicht an einem Tatort finden würden. Zweitens ist er ein großartiges Beispiel dafür, dass Whisky nicht ausschließlich im Verkostungsglas serviert werden muss, um seinen Charakter zu zeigen.
5. Devil's Margarita: der Teufel mag Tequila
Das Rot bleibt, doch nun betritt der Teufel die Bühne. Der Devil's Margarita ist eine Halloweenvariante des klassischen Margarita, deren auffälligstes Merkmal Rotwein ist, der so hinzugefügt wird, dass er eine dunklere Schicht auf der Oberfläche des Drinks bildet.
Die Basis bleibt Tequila, Limette und süßer Orangenlikör, der Cocktail behält also den wesentlichen Charakter eines Margarita. Der Rotwein verändert jedoch sein Aussehen und verleiht ihm Tiefe.
Das ist einer dieser Drinks, bei denen die Farbe Teil des Rezepts ist. Künstliches Blut, rote Süßigkeiten oder Plastikdeko sind deshalb nicht nötig. Die rote Farbe erledigt alles von selbst. Der Devil's Margarita findet sich auch in aktuellen Halloweenauswahlen von Difford's Guide.
6. Black Widow's Bite: der Kuss der Schwarzen Witwe
Der nächste Drink ist deutlich dunkler. Der Black Widow's Bite greift das Motiv einer der unheimlichsten Spinnen auf.
Moderne Versionen des Black Widow verwenden oft Mezcal, Beeren oder Brombeeren sowie Zutaten, die dem Cocktail eine tiefe rotviolette Farbe geben. Eine beliebte Halloweenversion kombiniert Mezcal mit Ginger Beer, während eine Garnitur aus Brombeeren und schwarzen Spinnen den Effekt vollendet.
Das ist ein Vorschlag für alle, die möchten, dass ihr Drink aussieht wie Gift, serviert in einem eleganten Glas. Die Plastikspinne kann man natürlich weglassen, denn Farbe und Name sind ausdrucksstark genug.
7. Witches' Cauldron: ein Elixier aus dem Kessel
Nun bewegen wir uns Richtung Lila und tiefe Farben. Der Witches' Cauldron klingt wie ein Cocktailrezept direkt aus einem alten Zauberbuch.
Das Rezept enthält Mezcal, Strega, aromatisierten Wein, Zitronensaft, Absinth und eine kleine Menge Salzlösung. Besonders interessant ist der Strega, ein italienischer Likör, dessen Name schlicht „Hexe“ bedeutet.
Das ist ein Drink für alle, die sich bei Halloween lieber die Atmosphäre einer alten Apotheke, von Kräutern, Rauch und geheimnisvollen Tränken wünschen als etwas Süßes in Bonbonfarben. Im richtigen Glas kann er aussehen wie ein Elixier, dessen Zutaten man besser nicht erkundet.
8. Obituary: ein Nachruf statt eines Toasts
Zeit für einen der direktesten Titel der gesamten Auswahl. Obituary bedeutet genau das, wonach es klingt: ein Nachruf.
Der Cocktail selbst ist eine Variante des Martini: Gin, trockener Wermut und Absinth. Er ist stark, trocken und intensiv kräuterig, und seine Geschichte ist mit New Orleans verbunden. Der Drink wurde in den 1940er Jahren im Lafitte's Blacksmith Shop bekannt und findet sich heute noch auf den Karten mehrerer Bars in New Orleans.
Das ist ganz klar ein Vorschlag für Menschen, die weder rote Farbe noch einen Plastikschädel brauchen, um den Geist von Halloween zu spüren. Der Obituary sieht aus wie ein klassischer, eleganter Martini, bis jemand den Namen liest.
9. Black Manhattan: wenn der Manhattan richtig dunkel wird
Wir nähern uns dem Finale. Der Black Manhattan ist fast schwarz, tief und deutlich geheimnisvoller als sein klassischer Vorgänger.
Er ist eine moderne Variante des Manhattan, bei der der süße Wermut durch Amaro ersetzt wird. Eine beliebte Version verwendet Rye Whiskey oder Bourbon, Averna Amaro und Bitters. Das Ergebnis ist ein dunkler Drink mit kräuteriger Bitterkeit und würzigen Noten.
Er ist einer dieser Cocktails, die zeigen, dass Halloween auch elegant sein kann. Ein Black Manhattan in einem gekühlten niedrigen Glas, mit einer einzelnen Kirsche oder einem Stück Orangenschale, wirkt eher wie ein Drink aus einer dunklen Hotelbar als wie etwas, das auf einer Party voller Kürbisse serviert wird.
10. The Black Lagoon: ein Finale in Schwarz
Zuletzt erreichen wir das Schwarz. The Black Lagoon ist ein Cocktail, dessen Aussehen praktisch keiner weiteren Erklärung bedarf.
Seine fast tintenschwarze Farbe stammt aus der Kombination von Blackstrap Rum, Cynar 70 und crème de cacao. Das Ergebnis ist ein tiefer, dunkler Drink mit bitteren, kräuterigen und schokoladigen Noten. The Washington Post nahm ihn in ihre Auswahl von Halloweencocktails auf und hob genau sein fast schwarzes Aussehen hervor.
Er ist der perfekte Abschluss der Auswahl: Wir begannen mit dem hellen Corpse Reviver, der die Toten wieder zum Leben erwecken sollte, und enden im Black Lagoon, wo kaum noch zu erkennen ist, was eigentlich auf dem Grund des Glases lauert.
Halloween beginnt mit der Farbe
Ein guter Halloweencocktail muss nicht übermäßig süß oder mit Dekoration überladen sein. Die interessantesten Optionen setzen oft auf etwas viel Einfacheres: einen Namen, eine Geschichte und die natürliche Farbe der Zutaten.
Das Weiß des Corpse Reviver erinnert an einen Geist, das Rot des Blood & Sand an Blut, das Lila des Witches' Cauldron an ein geheimnisvolles Elixier, während das fast Schwarz des Black Manhattan und des Black Lagoon uns in völlige Dunkelheit führt.
- 1. Corpse Reviver No. 2: etwas, das tot hätte bleiben sollen
- 2. Death in the Afternoon: der Tod im Glas
- 3. Zombie: eine tropische Apokalypse
- 4. Blood & Sand: der erste Schluck sieht aus wie Blut
- 5. Devil's Margarita: der Teufel mag Tequila
- 6. Black Widow's Bite: der Kuss der Schwarzen Witwe
- 7. Witches' Cauldron: ein Elixier aus dem Kessel
- 8. Obituary: ein Nachruf statt eines Toasts
- 9. Black Manhattan: wenn der Manhattan richtig dunkel wird
- 10. The Black Lagoon: ein Finale in Schwarz
- Halloween beginnt mit der Farbe
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Damian Baran
Hooked since a Talisker 10 in 2021, I've tasted over 800 whiskies and love Islay peat and independent bottlings.
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